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Dachpotentiale

Auf Ihren Dächern schlummern ungeahnte Möglichkeiten. Solar- oder Gründach, ein Kataster gibt erste Auskunft über Möglichkeiten zur Realisierung auf Sankt Augustiner Dächer.

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Die EVG fördert die Erstellung von zwei energetischen Quartierssanierungskonzepten in Sankt Augustin. Als Energieversorgungsunternehmen Vor-Ort engagiert sich die EVG für eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert damit auch den Umwelt-und Klimaschutz. Für ein lebenswertes Sankt Augustin heute und in Zukunft.

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EEG-Umlage wird ab 1. Januar 2015 gesenkt

Paradigmenwechsel hin zu mehr Wettbewerb konsequent fortsetzen

Die Betreiber der deutschen Übertragungsnetze haben Mitte Oktober bekannt gegeben, dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) ab dem 1. Januar 2015 von derzeit 6,24 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde (kWh) sinkt.

Sonne und Himmel SWB

Dazu Marcus Lübken, Geschäftsführer der EVG Sankt Augustin: „So gut diese Entwicklung auf den ersten Blick vor allem für den Verbraucher anmutet: Sie ist ein Einmaleffekt, der auf den hohen 2014er-Überschuss des EEG-Kontos zurückzuführen ist.“ Kurzfristig werde die EEG-Reform allerdings keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage und damit auf die Strompreise haben. „Mittel- bis langfristig sehen wir allerdings schon, dass die Reform zu einem kosteneffizienteren Erneuerbare-Energien-Zubau führt, was den Anstieg der EEG-Umlage zumindest bremst. Dafür muss der Paradigmenwechsel hin zu mehr Wettbewerb aber konsequent fortgesetzt werden. Insbesondere die wettbewerbliche Vergabe von Fördermitteln (Ausschreibungsmodell), die bis 2017 für alle Erneuerbare-Energien eingeführt werden soll, würde die Kosteneffizienz der Förderung verbessern“, so Lübken.

Seit 2007 ist der Strompreis um rund 45 Prozent gestiegen. Rund 75 Prozent dieses Anstiegs sind auf Ursachen zurückzuführen, die von den Energieversorgern nicht beeinflussbar sind. Der höchste Anstieg ist bei den Förderkosten der erneuerbaren Energien zu verzeichnen. Rund 68 Prozent der Preissteigerung seit 2007 sind auf die EEG-Umlage und die darauf anfallende Mehrwertsteuer zurückzuführen. Lübken: „Wie bisher auch ist die künftige Entwicklung des Strompreises vor allem von politischen Entscheidungen abhängig.“ Die EEG-Umlage als zentraler Bestandteil der bisherigen Preissteigerungen dürfte allerdings bei der künftigen Preisbildung eine abnehmende Rolle spielen. Neuanlagen erhalten heute eine erheblich geringere Vergütung als Bestandsanlagen, letztere fallen schrittweise aus der Förderung heraus.

Auch vor dem Hintergrund der Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage appelliert der EVG Geschäftsführer an die Bundesregierung, den Energiemarkt schnell so zu reformieren, damit auch die dringend benötigten Investitionen in hocheffiziente konventionelle Energieerzeugungsanlagen angereizt werden: „Die Situation, die 2013 schon angespannt war, hat sich noch einmal verschärft. Für eine bezahlbare, sichere und nachhaltige Energieversorgung benötigen wir neben den erneuerbaren Energien auch zukünftig flexible und effiziente konventionelle Kraftwerke.“ Ohne die Einführung eines Kapazitätsmarktes könne das aber mittelfristig nicht gewährleistet werden. Lübken mahnt, eine entsprechende Gesetzesnovelle schnell anzugehen: „Der sehr erfreuliche Reformwille, den die Bundesregierung bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes an den Tag gelegt hat, sollte auch dafür genutzt werden, einen Weg zu finden, wie konventionelle und effiziente Erzeugungsanlagen bezahlbar in den Energiemarkt integriert werden können.“ Dafür hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einem im März 2013 veröffentlichten Gutachten für ein integriertes Energiemarktdesign einen dezentralen Leistungsmarkt vorgeschlagen, was zwischenzeitlich von der gesamten Energiebranche getragen wird.

15. Oktober 2014